Grana Padano D.O.P.

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Seit langer langer Zeit hatte ich mal wieder das Glück für ein Produkttest über das Portal mytest ausgewählt zu werden. Über mytest hatte ich vor gefühlt einer ganzen Ewigkeit einen meiner ersten Produkttests – nämlich den großartigen bwt Magnesium Mineralizer Wasserfilter, der auch heute noch jeden Tag in Benutzung ist!

Dieses Mal sind wir zusammen mit 79 weiteren Testern für einen vielleicht etwas ungewöhnlichen Test ausgewählt worden – Käse <3

Unser Testpaket enthiel drei verschiedene Sorten Grana Padano Parmesankäse, ein Grana Padano Messer und ein Rezeptbooklet.

Über Grana Padano

Grana Padano gibt es in Italien erstaunlicherweise seit über 1000 Jahren. In den historischen Überlieferungen wird berichtet, dass der Käse erstmals im Jahre 1135 in der Abtei Chiaravalle in der italienischen Po-Ebene hergestellt wurde. In den Klöstern wurde der Käse in speziellen Kupferkesseln hergestellt. Diese Klöster gelten somit als erste Käsereien.

Der italienische Name „Formaggio di grana“ bedeutet übersetzt „körniger Käse“. Das Wort „Padano“ aus „Grana Padano“ leitet sich von Padua, der Produktionsgegend, ab.

Grana Padano ist heute zu dem meist verkaufte D.O.P. Käse der Welt. D.O.P steht für Denominazione d’Origine Protetta und ist eine italienische Herkunftsbezeichnung. Aber nicht nur an der geschützten Herkunftsbezeichnung lässt sich der Käse erkennen, sondern er trägt noch weitere Erkennungszeichen, wie zum Beispiel ein vierblättriges Kleeblatt mit der Seriennummer der Molkerei, die Abkürzung der Provinz,, Monat und Jahr der Herstllung und kleinen rauteförmigen Zeichen, die abwechselnd die punktierten Wörter „Grana“ und „Padano“ aufzeigen.

Bei Grana Padano handelt es sich um einen halbfetten Hartkäse, der besonders für seine körnige Konsistenz bekannt ist. Aber auch für seinen angenehmen und sehr charakteristischen Geschmack wird Grana Padano weltweit sehr geschätzt.

Am Rand habe ich hier ein Foto aus dem Rezeptbooklet eingefügt, welches die Hauptbestandteile in 50g Grana Padano D.O.P. zeigt.

Diesen Werten kann man entnehmen, dass sich Grana Padano durch einen erhöhten Gehalt an biologisch hochwertigen Eiweißen auszeichnet. Letzlich enthalten 60 g Käse dank hoch konzentrierter Milcheiweiße den gleichen Nährstoffgehalt wie ein Liter Milch.

Grana Padano enthält wertvolle ungesättige Fette, Eisen,Vitamine und wenig Cholesterin. Der Kalziumgehalt des Käses ist relativ hoch – bereits 50g des Käses decken 60% des täglichen Kalziumbedarfs eines Erwachsenen.

Sehr überrascht hat mich die Information, dass der Käse laktosefrei ist und somit auch von laktoseintoleranten Menschen sorgenfrei konsumiert werdenkann. Der Käse erhält durch seinen Reifungsprozess auch eine hohe Verdaulichkeit. Bereits während der Reifung wandeln sich 20% der Proteine zu ungebundenen Aminosäuren um. Diese regen die Aktivität der Verdauungsenzyme an.

In dem Booklet findet sich auch die Information, das der tägliche Verzehr eines 12 Monate gereiften Grana Padano nachweislich den Blutdruck senken würde. Ich hab leider nicht genug Käse für diese Langzeitstudie und kann dies somit nicht nachweisen 😉

Die Testprodukte

Bild von mytest.de (R)

Unser Testpaket enthiel drei Sorten Grana Padano à 250 g, die sich durch ihre Reifegerade unterscheiden.

Grana Padano D.O.P.

Grana Padano D.O.P. und Grana Padano D.O.P. „Oltre 16 Mesi“ im Geschmacksvergleich

Der Grana Padano D.O.P. ist der Jüngling unserer drei Testobjekte mit einer Reifezeit von 9 bis 16 Monate. Er eigent sich zum Beispiel zum Verzehr als Tischkäse. Gerieben passt er vorzüglich zu gratinierten Gerichten und Saucen, in Splittern auf Carpaccio und in Salaten.Sehr gut zu diesem Käse passt auch ein frischer und fruchtiger Weißwein.

Er besitzt, laut Beschreibung, einen delikaten, sehr feinen und wenig würzigen Geschmack. Wir vermissen hier leider das typische Parmesanaroma. Der Käse ist unglaublich mild, aber an Parmesan-Eigengeschmack mangelt es leider ein bisschen. Von der Konsistenz her ist er deutlich weicher und weniger körnig als seine älteren Geschwister. Der Geruch erinnnert an eine Kombination aus Butter und Milch.

Auf dem nebenstehenden Bild befindet er sind links im Bild (das deutlich kleinere Stück mit Messer drin). Wie auf dem Bild bereits zu erkennen ist, fällt bereits optisch eine deutlich weniger bröcklige sondern sehr glatte Oberfläche auf.

Grana Padano D.O.P. „Oltre 16 Mesi“

Dieser Grana Padano D.O.P. hat eine Reifezeit von über 16 Monaten. Die Struktur ist hier schon deutlich körniger und der Käse erhält den charakteristischen Splitterbruch (wer schon mal einen richtigen Parmesankäse geschnitten hat, kennt dieses Phänomen). Im Vergleich zu seinem jüngeren Bruder ist hier der charaktersitsche Parmesangeschmack deutlich herauszuschmecken. Der Geschmack ist zwar deutlich intensiver und würziger, aber keineswegs scharf.

Er eignet sich besonders zum Reiben, kann aber auch als Tafelkäse serviert oder zur Verfeinerung von Fleisch- und Gemüsegerichte oder Omeletts (kann ich auch sehr empfehlen!!) verwendet werden. Hierzu passt ein junger, frischer, körperreicher, aber noch nicht zu intensiver Rotwein.

Auf dem Bild kann man bereits optisch einen Unterschied zu dem jüngeren Käse erkennen – der „Oltre 16 Mesi“ zeigt ein deutlicheres Strukturprofil auf.

Grana Padano Riserva

Der Senior der Grana Padano Familie besitzt eine Reifezeit von mindestens 20 Monaten und zeichnet sich durch seine besonders granulöse Struktur aus. Die körnige Struktur und der Splitterbruch nehmen mit steigendem Reifegrad zu. Dieser Käse zeichnet sich durch seinen reichen und vollen Geschmack aus, schmeckt dabei aber nicht zu aggressiv oder intensiv. Für Gourmets ist dieser Käse sicherlich der Favorit. Er passt zu vollmundigen, aber tanninhaltigen und alkoholreichen Rotweinen und eignet sich auch perfekt zu lieblichen Dessertweinen und interessant ist die Kombination mit Ausleseweinen, die nach der klassischen Methode hergestellt sind.

Geschmacklich haben uns die älteren Sorten deutlich besser geschmeckt, als der Jüngling. Wer aber Parmesan erstmal kennenlernen möchte und vielleicht nicht direkt zu Beginn mit einem intensiven Aroma konfrontiert werden möchte, sollte sich über kürzere Reifegerade herantesten und -tasten.

Rezepte

Eigentlich ist Grana Padano viel zu schade, um ihn zu „verkochen“, aber da es eine Testeraufgabe war, haben wir es schweren Herzens gemacht. Trotz mit dem Reifegrad zunehmend körnigeren Struktur lassen sich alle drei Grana Padano sehr gut kleinraspeln.

Parmesan-Cracker

Das Rezept für die Parmesan Cracker findet sich im nebenstehenden Text.

Ich hatte keine Lust auf langweilige 0815 Rezepte und bin deswegen im Internet mal auf die Suche gegangen und habe dabei ein Rezept für Parmesan Cracker gefunden. Was mir an dem Rezept sehr gut gefällt, ist das man es nach seinen eigenen Vorlieben mit weiteren Zutaten verfeinern oder abändern kann.

Zutaten für etwa 30 Stück:

  • 20g Parmesan (gerieben)
  • 2 eingelegte Tomaten
  • 125 g Mehl
  • 1/4 TL Salz
  • 25 g Olivenöl
  • 50 g Sahne
  • Fleur de Sel
  • Gewürze nach Belieben: Thymian, Rosmarin, eine Prise Knoblauch,….

Im ersten Schritt wird der Parmesan kleingerieben, die Tomaten sehr fein gehackt und je nachdem ob man frische Kräuter benutzt, diese auch klein gehackt.

Parmesan, Tomaten, Kräuter und Knoblauch mit Mehl und Salz vermengen und das Olivenöl hinzugeben, sodass eine leicht streuselige Masse entsteht.

Backofen auf 180° C Umluft vorheizen.

Nun rasch die Sahne in den Teig einkneten und den Teig zwischen zwei Blättern Backpapier mit einem Nudelholz dünn ausrollen.

Den Teig mit einem Teigrädchen in kleine Quadrate schneiden oder mit Keksformen ausstechen (was halt irgendwie immer nach Weihnachten aussieht 😀 ). Die Cracker noch mit Fleur de Sel bestreuen und für ca. 15 Minteun ab in den Ofen.

Man kann statt Tomaten zum Beispiel auch Oliven verwenden. So findet man eigentlich immer etwas an passenden Zutaten zu Hause und kann das Rezept nach seinen persönlichen Vorlieben anpassen.

Vorbereitung für gebacken Parmesan-Tomaten

Gebackene Parmesan Tomaten

Dieses simple Rezept ist so lecker, dass ich es defintiv in die heimische Küche aufnehmen muss!

Hier gibt es kein Rezept an das man sich haargenau halten muss, sondern man weiß ja selbst am Besten, wieviel Käse man mag oder nicht 😉

Wir haben also vier ganz normale Strauchtomaten genommen, gewaschen und in Scheiben geschnitten. Dann kommt geriebener Parmesan auf die Tomatenscheiben. Das am Besten schon auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech machen. Nach Belieben würzen – also zum Beispiel mit Basilikum, Oregano, Fleur de Sel, Knoblauch,…was man mag =)

Das Ganze kommt dann für ca. 10 Minuten bei 180°C in den Backofen. Wenn der Käse schön gelbbraun ist, ist es fertig und man hat mit wenig Zutaten und Aufwand schnell eine super leckere Beilage gezaubert.

Schnelle und leckere Beilage

Fazit

Lecker, lecker und lecker – vielen Dank an Mytest und Grana Padano für diesen leckeren Produkttest, der unseren Geschmack sehr getroffen hat und dank dem wir in der Küche endlich mal wieder kreativ experimentieren konnten. Gerade durch die unterschiedlichen Reifegerade, denke ich, findet jeder eine Sorte nach seinem Geschmack. Parmesan ist sehr vielseitig einsetzbar (sogar für Süßspeisen) und wird ab jetztsicherlich gester Bestandteil unseres Kühlschranks bleiben 😉

Die hier vorgestellten Produkte wurden mir kostenfrei zur Verfügung gestellt, was unsere Meinung nicht beeinflusst hat. Es handelt sich bei diesem Testbericht um eine persönliche Meinung – und über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten 😉

 

 

 

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